Betrifft: FSV

Ein Bericht der Badischen Zeitung über unsere Greenkeeper

Foto: Die Platzwarte des FSV Stegen (von links): Fabian Riesterer, Edwin Birkenmeier und Dominic Birkenmeier (c 2017 Badische Zeitung, Jonas Hirt)

Ein BZ-Bericht vom 1.Juli 2017

Sie heißen Edwin und Dominic Birkenmeier sowie Fabian Riesterer: Gleich drei Platzwarte kümmern sich um den Rasenplatz in Stegen. Das alleine erklärt aber nicht den augenscheinlich perfekten Zustand. Im Gespräch mit dem Team zeigt sich nicht nur das Know how der Drei, sondern auch das ehrenamtliche Engagement. Die Arbeit beginnt und endet nicht nur mit dem Hauptspielfeld.

Die drei sind auch für den Unterhalt des Kunstrasenplatzes verantwortlich und des Geländes allgemein. Wer sich das Gelände betrachtet, erkennt eine nicht zu unterschätzende Aufgabe: Hecken, Bäume, Gras – all das will gepflegt werden. Der Rasenplatz sticht hervor. Seit 1986 spielt der FSV Stegen hier. Seither ist Edwin Birkenmeier Platzwart. Von klein auf mit dabei ist Sohn Dominic. „Im Prinzip bin ich auf dem Platz groß geworden“, erzählt er. 2007 bekam das Vater-Sohn-Gespann Verstärkung: Fabian Riesterer. Zehn Jahre später kann er ein Agrarwissenschaftsstudium vorweisen und Bundesligaerfahrung. Von einem Praktikum beim SC Freiburg ging es später zur nordbadischen Konkurrenz nach Hoffenheim. Eineinhalb Jahre war er dort vor allem für die Plätze der Jugend verantwortlich. Am Wochenende habe er damals frei gehabt. Er sei nach Hause gefahren und half bei der Platzpflege: „Ich habe meine Wurzeln nicht vergessen“, sagt Riesterer. Seit Herbst 2016 ist er nun wieder beim SC als hauptberuflicher Greenkeeper. „Sieben Tage die Woche Sportplätze“, erklärt er.

Der nominelle Chef des Teams ist Edwin: „Aber die Jungs sägen an meinem Thron“, witzelt er. „Er ist für die Handarbeit und das Management zuständig“, sagen die Jungen. Verkürzt gesagt: Während Dominic und Fabian auf dem Rasenmäher sitzen, schiebt ihn Edwin. Sohn Dominic kümmert sich vorrangig um das umliegende Gelände. Fabian pflegt hauptsächlich den Rasen. Es gebe auch schon mal Diskussionen, zum Beispiel bei der Frage, wie die Fahrzeuge abgestellt werden.

Die drei geben einen Einblick in ihr Erfolgsgeheimnis. Fabian erläutert, dass ein Vorteil die gute Anlage des Platzes mit Drainagen sei. Bei anderen Vereinen spiele der Fußballer mitunter einfach auf einer Wiese. Hinzu komme die Entlastung durch den Kunstrasenplatz, auf dem sehr viel trainiert werde. Die Spiele fänden jedoch hauptsächlich auf dem Rasen statt. Regelmäßig müsse der Rasen gemäht werden, mindestens dreimal in der Woche. Zudem benötige der Platz ausreichend Wasser: „Im Sommer ist man jeden Tag da und lässt das Wasser laufen“, sagt Dominic. Hinzu komme das Düngen, richtiges Düngen, wie die drei erklären. Vom Platz werden Proben genommen, so könne das Team feststellen, welche Stoffe der Rasen benötige und ihn dementsprechend aufpeppen.

„Wir haben auch die Gerätschaften dazu“, erklärt der Chefplatzwart. Für Rasen und Außenlangen stehen zwei Aufsitz- und ein Handmäher bereit. Mit einer speziellen Vorrichtung könne das Team den gemähten Rasen bürsten und das geschnittene Gras einsammeln. „Die Bürste ist sehr wertvoll für unseren Platz“, urteilen die Drei. Die Vorrichtung könne man auch für den Kunstrasen verwenden, um Laub aufzusammeln. „Irgendwann wächst sonst Gras auf dem Kunstrasen“, erklärt Dominic. Im Herbst könne es sein, dass zweimal in der Woche Laub entfernt wird. Zudem werde der Platz wöchentlich abgebürstet. So werde die Ebenheit wieder hergestellt. Ab und an müsse auch Granulat oder Sand nachgefüllt werden, auch das machen die drei. Der Aufwand für die Pflege des Kunstrasens werde mitunter unterschätzt, erklärt Fabian. Im Unterhalt sei er teuerer als ein Hartplatz. Diesen vermisst aber keiner der Drei.

Für das Platzwarteteam stellt jeweils das Pfingstsportfest eine große Herausforderung dar. Über 150 Kleinfeldspiele beanspruchen dann den Rasen an einem Wochenende. Zudem ist das Trio noch beim Auf- und Abbau dabei. Dafür nähmen sie sich zwei Wochen Urlaub, um mehrere Stunden auf dem Gelände zu sein. Wie viel Zeit sie insgesamt dort verbringen, sei sehr schwer zu sagen. Für die vielen Stunden bekommen sie zusammen 350 Euro im Monat. Was aber keine große Rolle für sie spiele. Dass sie zusammen auf 1000 Stunden im Jahr kommen, da sind sie sich ziemlich sicher.

 

Geschrieben am 3. Juli 2017 von fsvwebmaster

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